Stadtportale stärken Bürgerbeteiligung

Kaminabend des Bundesverbands Deutscher Internet Portale zeigt, wie kommunale Informationsangebote das Bürgerengagement steigern können

Kommunale Informationsangebote unterstützen wirkungsvoll das gesellschaftliche Engagement der Bürger. Welche Voraussetzungen genau für eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung förderlich sind, das thematisierte der Bundesverband Deutscher Internet Portale e.V. (BDIP) bei seinem traditionellen Kaminabend im Abgeordnetenrestaurant des Deutschen Bundestages (im Reichstagsgebäude) am 28.11.2016 in Berlin.

Henning Sklorz vom Stadtportal bremen.de begrüßte als Vorstandsvorsitzender des BDIP die Teilnehmer aus Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft und betonte die wichtige Mittlerfunktion der öffentlichen Internetportale. In drei hochkarätigen Impulsvorträgen zeigten sich dann praktische Umsetzungen aber auch Herausforderungen bei der Bürgerbeteiligung.

Dr. Michael Efler, Mitglied im Bundesvorstand „Mehr Demokratie e.V“, definierte zuerst den Unterschied zwischen Bürgerbeteiligung und direkter Demokratie. Verfahren der Bürgerbeteiligung seien ein Ausdruck partizipativer Demokratie und bieten beispielsweise der Verwaltung in einer Art Rückkoppelung mit den Bürgerinnen und Bürgern wichtige Orientierungsmöglichkeiten, was diese erwarten oder sich wünschen. Letztlich entscheide aber weiterhin das jeweilige gewählte Parlament. Dagegen führt die so genannte „direkte Demokratie“ unmittelbar verbindliche Entscheidungen herbei. Die Bürger überstimmen also bei diesen Verfahren gewissermaßen die gewählten Volksvertreter. Als neu gewählter Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus berichtete Dr. Efler auch von den Koalitionsverhandlungen und den Plänen und Zielen der neuen rot-rot-grünen Koalition im Bundesland Berlin. Hier habe man als zweites Bundesland überhaupt das Bremer Modell einer Privatisierungsbremse festgelegt: Eine Veräußerung öffentlicher Unternehmen soll nur noch nach vorheriger Befragung der Bürger möglich sein.
Gleichzeitig wolle man auf einer kommunalen Plattform alle planerischen Vorhaben veröffentlichen, so dass die Bürger einen besseren Informationszugang aber auch eine bessere Möglichkeit bekommen, sich zu beteiligen. Fragen einer verstärkten Bürgerbeteiligung bis hin zu Elementen direkter Demokratie seien dabei zeitlos wichtig. Dr. Efler wertete eine Beteiligungsoffensive zudem auch als Kampf gegen Populismus und warnte gleichzeitig, dass man sich davon verabschieden müsse, Bürgerbeteiligung nur quantitativ zu denken. Die Verfahren brächten den Kommunen nämlich in jedem Fall wichtige qualitative Impulse.

Wie Kommunen die Bürgerbeteiligung ganz praktisch erhöhen können, beleuchteten Dr. Ortwin Böckmann, Leiter des Kommunalen Anwendungszentrum Brandenburg und die Bürgermeisterin der Stadt Perleberg, Annett Jura, in ihrem Vortrag: „Das Internet macht’s möglich – mit dem Maerker direkt ins Rathaus“. Der so genannte Maerker ist eine Plattform, über die Bürger Probleme im öffentlichen Raum an die Verwaltung melden können. Das Verfahren startetet bereits 2008 mit der Stadt Rüdersdorf. Vorbild war eine private Initiative in Großbritannien namens „fix my street“, die allerdings nur eine Art digitale Mängelliste darstellte. Das revolutionäre an der brandenburgischen Maerker-Initiative war im Vergleich dazu, nicht nur die generelle Sichtbarkeit, sondern insbesondere ein Leistungsversprechen der Verwaltung, dass über das kommunale Portal auch ein Bearbeitungsstand der Mängelbehebung an die Bürger zurückgemeldet wurde. Die Maerker-Initiative in Brandenburg ist eine Erfolgsgeschichte: Mittlerweile nehmen fast 100 Kommunen und damit die Hälfte aller Kommunen in Brandenburg an dem Verfahren teil. Mehr als 60.000 Bürgeranregungen wurden bereits umgesetzt. Bürgermeisterin Annett Jura ergänzte, dass der so genannte Maerker ein wichtiger Kanal der Bürgerbeteiligung in ihrer Kommune sei. Genauso wichtig sei es aber weitere Formen zu finden und zu fördern, etwa Bürgerbüros oder auch einen Bürgerhaushalt. Perleberg befragt seine Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel aktuell über das Stadtmarketing und wie das Logo der Stadt Verwendung finden soll. Eigentlich sollte jede Kommune so etwas wie einen Maerker haben, so Jura.

Mit ihrem Beitrag „Partizipative Governance. Chancen und Herausforderungen von Online-Bürgerbeteiligung“ rundete Dr. Angela Jain vom Nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH den Kaminabend thematisch ab. Dr. Jain verwies darauf, dass für eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung eine Kommunikation auf Augenhöhe wichtig sei. Vor allem komme es aber auf die Benutzerfreundlichkeit und Bekanntheit der Verfahren an. Hier seien andere Länder oftmals weiter als Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfahlen gebe es 396 unterschiedliche Bürgerbeteiligungsverfahren in den Kommunen. Zwar werde allgemein über mangelnde Bürgerbeteiligung geklagt, allerdings leiden selbst die bestehenden Verfahren an Bekanntheit und Verknüpfung. „Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich, dass ihre Interessen berücksichtigt werden“, so Dr. Jain. Kommunale Portale zur Bürgerbeteiligung könnten hier die empfundene Legitimitätslücke politischer Entscheidungen schließen und seien ein unabdingbarer Beitrag zu einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe der Bürger, die sich auch über die allgemeinen Wahlen hinaus einbringen wollen. 60 Partizipationsbeauftragte und 50 verschiedene Leitfäden zu kommunaler Onlinebeteiligung gebe es bereits bundesweit. Dies sei ein richtiger und wichtiger Schritt zu einem wirkungsvollen eGovernment, das die Bedürfnisse der Bürger stärker einbindet.

Mit dem Nexus Instiut wird der BDIP 2017 auch eine breitere Studie zu Prozessen der Bürgerbeiteiligung begleiten. Der Kaminabend in Berlin zeigte jedenfalls eindrucksvoll, dass Beteiligungsverfahren nicht nur vorteilhaft für die kommunale Verwaltung sind, sondern auch ein wichtiges Element, Demokratie zu stärken und zu fördern. Weitere Informationen zum Bundesverband Deutscher Internetportale e.V und seinen Veranstaltungen finden sich unter www.bdip.de

Bürgerbeteiligung in Kommunen

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Zu einem spannenden Kaminabend rund um das Thema „Bürgerbeteiligung in Kommunen“ lädt der BDIP am 28.11.2016 in das Abgeordnetenrestaurant des Deutschen Bundestages (im Reichstagsgebäude) in Berlin ein.

Der Bundesverband deutscher Internetportale (BDIP) diskutiert am 28.11.2016, welche Faktoren für eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung bestimmend sind. Der BDIP ist die zentrale Plattform für den Erfahrungsaustausch der Betreiber öffentlicher Internetportale. Diese Informationsportale von Behörden und Kommunen spielen eine zentrale Rolle in der Informationsversorgung der Bürger.

Nicht erst seit „Stuttgart 21“ ist deutlich geworden, dass große Verkehrs- und Infrastrukturprojekte oft ein in sich inhärentes immenses Konfliktpotential bergen und von den Bürgern abgelehnt werden. Auch die Bundesregierung setzt daher bei Großvorhaben auf eine breite und frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und hat dies auch im Verwaltungsverfahrensgesetz so normiert. Gleichzeitig bestimmt aber die Partizipation der Bürger in den Kommunen, Gemeinden und Städten, wie attraktiv, bürgernah und lebenswert das Gemeinwesen aussieht.

Über die einheitliche Behördenrufnummer 115 können Bürger bundesweit bereits seit fünf Jahren die Verwaltung ihrer Kommune erreichen: Anträge stellen, Informationen einholen und über die jeweiligen Stadtportale auch vielfältige Verwaltungsleistungen elektronisch abwickeln. Doch viele Angebote sind noch nicht hinreichend ausgebaut oder medienbruchfrei abrufbar. Viele Bürger wissen nicht, dass eine große Zahl von Verwaltungsvorgängen bereits online erledigt werden kann.

Eines ist klar: Eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung und Informationsversorgung bestimmt zukünftig nicht nur elementar das politische und gesellschaftliche Engagement der Bürger (z.B. bei Bürgerbegehren, Bürgerentscheiden oder Petitionen) sondern fundamental auch die Sicherheit und Ordnung in der Kommune: Denn je einfacher sich Bürger an die Kommunalverwaltung wenden können, desto schneller kann diese Handeln.

Beim Kaminabend des BDIP diskutieren Teilnehmer aus Verwaltung und Wirtschaft, wie sich die Bürgerbeteiligung und damit auch die Zivilgesellschaft durch kommunale Informationsportale stärken lässt.

Es referieren:

  • „Bürgerbeteiligung in Berlin – das sind die Pläne und Ziele der neuen Koalition“
    Dr. Michael Efler (Mitglied im Bundesvorstand Mehr Demokratie e.V.)
  • „Das Internet macht’s möglich – mit dem Maerker direkt ins Rathaus“ 
    Dr.-Ing. Ortwin Böckmann (Leiter Kommunales Anwendungszentrum Brandenburg)
    Annett Jura (Bürgermeisterin der Stadt Perleberg)
  • „Partizipative Governance. Chancen und Herausforderungen von Online-Bürgerbeteiligung“
    Dr. Angela Jain, nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH

Der Kaminabend des BDIP findet am 28.11.2016 ab 18:30 Uhr im Abgeordnetenrestaurant des Deutschen Bundestages/im Reichstagsgebäude, Platz der Republik 1, 11011 Berlin statt. Die Kosten für den Kaminabend (inkl. Abendessen und Getränke) betragen für Mitglieder € 79,00; für Nicht-Mitglieder der Öffentlichen Verwaltung € 99,00, für alle anderen Teilnehmer € 129,00 pro Person. Anmeldungen sind bis zum 24.11.2016 möglich. Die Zusage zur Teilnahme erfolgt, soweit noch Plätze zur Verfügung stehen, nach Eingang der Anmeldung. Bei Anmeldungen bis Ende Oktober gilt ein Frühbucherrabatt von 15% auf die Teilnahmegebühr. Die Teilnahmegebühr entfällt durch Beitritt in den BDIP.

Anmeldungen:

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„Deutschland braucht den Beruf des Flüchtlingslotsen“,
so Gregor Gysi beim 22. Expertenforum des BDIP

Die Integration von Flüchtlinge stellt für alle gesellschaftlichen Bereiche der Bundesrepublik eine enorme Herausforderung da. Beim  22. Expertenforum des BDIP „Integration von Flüchtlingen – Welche Rolle spielen kommunale Portale?“ forderte Dr. Gregor Gysi in diesem Zusammenhang ein neues Berufsfeld „des Flüchtlingslotsen“.

Der Bundesverband Deutscher Internet Portale (BDIP) ist die Interessenvertretung öffentlicher deutscher Internetportale von Kommunen und Behörden und deren privatwirtschaftlichen Betreiber. In seinem 22. Expertenforum diskutierte der Verband, inwieweit die kommunalen Stadtportale auch bei der Integration von Flüchtlingen helfen können.

Rainer Appelt und Henning Sklorz eröffnen das 22. Expertenforum des BDIP und begrüßen die Gäste

Rainer Appelt und Henning Sklorz eröffnen das 22. Expertenforum des BDIP und begrüßen die Gäste

Zu der Veranstaltung am Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen im Roten Rathaus in Berlin hatten hochkarätige Referenten zugesagt, u.a. Aydan Özoguz, die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie der Bundestagsabgeordnete Dr. Gregor Gysi.
Gewohnt eloquent und unterhaltsam konfrontierte Gysi die Zuhörer mit seinen Ansichten zu Außen-, Innenpolitik und Fluchtursachen. Kapitalismuskritik fehlte dabei ebensowenig, wie konsensfähige Lösungsansätze. So forderte Gysi Integrationslehrer, um Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen, berufliche Qualifikation zu stärken, aber auch konsequent „unsere von allen zu respektierenden Grundrechte“ zu vermitteln.

Dr. Gregor Gysi beim Expertenforum des BDIP

Dr. Gregor Gysi beim Expertenforum des BDIP

In Bezug auf die digitalen Medien sagte Gysi: „Wir haben die digitale Revolution unterschätzt“, so wisse nunmehr Dank Smartphones und Selfies jeder in Afrika und anderswo, wie man in Deutschland lebe. Das werde den Migrationsdruck noch erhöhen. Digitale Informationskanäle in Form der Portalangebote von Städten und Kommunen könnten aber einen wichtigen Beitrag zur Integration der Migranten leisten.

Für die kommunalen Spitzenverbände sprachen Alexander Handschuh vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) sowie Dr. Kay Ruge vom deutschen Landkreistag (DLT). Beide verwiesen, darauf, dass die Kommunen bei der Flüchtlingsintegration allein an der Belastungsgrenze stünden und sich glücklich schätzten, so breite Unterstützung an Ehrenamtlichen zu erfahren. Gerade deshalb seien digitale Angebote zur besseren Vernetzung für Flüchtlinge, Helfer und Verwaltungen so vorteilhaft. Dabei wandelten sich die Anforderungen an die Kommunen von der Unterbringung nun zu Spracherwerb, Arbeitsintegration, Schulunterbringung, Kitaversorgung und Bildung. All dies werde zuvörderst in kommunalen Strukturen geleistet. Für den DStGB warnte Alexander Handschuh: „Die 11.500 Kommunen in Deutschland unterscheiden sich in den Bereichen Arbeitsmarkt, Finanzen, Wohnraum, Ehrenamt und Aufnahmebereitschaft. Vorgefertigte Baukastenlösungen funktionieren daher weder für die Flüchtlinge, noch für die Kommunen.“

Alexander Handschuh, Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)

Alexander Handschuh, Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)

Dr. Kay Ruge vom Deutschen Landkreistag (DLT) beklagte dagegen explizit, dass eine flächendeckende homogene Portallandschaft fehle und forderte ein Online-Bürgerkonto mit dem in allen Kommunen lebenslagenbezogen kommunale Angebote in Anspruch genommen werden können. Stattdessen gebe es viele situative und Insellösungen. Der Bundesverband deutscher Internetportale sei hier ebenfalls gefordert, sich für einheitliche Lösungen stark zu machen.

Dr. Kay Ruge, Deutschen Landkreistag (DLT)

Dr. Kay Ruge, Deutschen Landkreistag (DLT)

Frau Dörte Mattschull vom Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein stellte das Informations- und Vernetzungsportal des nördlichsten Bundeslandes vor. Der Fokus dieses 7-sprachigen Meta-Portals liegt nicht nur auf der Vernetzung von Angeboten und Bedarfen für Flüchtlinge und Bürger, sondern insbesondere auf einer stärkeren Vernetzung der Kommunen. So finden Kommunen im Downloadbereich vielfältige Materialien für effizientes Arbeiten, darunter u.a. Baurechtsinformationen, Leitfäden, Willkommensbroschüren, Wörterbücher, Plakatvorlagen und vieles mehr.

Dörte Mattschull, Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein

Dörte Mattschull, Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein

Mattschull betonte, dass der Staat und die Kommunen in Deutschland „verlässlich seien und neutrale verlässliche Informationen zur Verfügung stellen“, dies werde oft vergessen und sei in den Herkunftsstaaten der Geflüchteten nahezu ausnahmslos ganz anders. Schleswig-Holstein sei bereit, dieses Alleinstellungsmerkmal auch noch klarer zu profilieren, daher prüfe ihr Ministerium beispielsweise auch alle Verlinkungen redaktionell.

Beeindruckende Einblicke in die praktische Flüchtlingshilfe vor Ort bot Doris Weirich von der Flüchtlingshilfe Bremen (FHB). In Bremen war die Hilfsbereitschaft der Bürger so groß, dass ein Übermaß an Sachspenden zum Chaos führte. Bessere Organisation und Ordnung war denn auch der Anlass für die Gründung der FHB. Weirich betonte in ihrem Vortrag, wie wichtig zuverlässige Kontaktpersonen in den Unterkünften seien, um eine effiziente Steuerung von Sach- und Zeitspenden und den Einsatz von Lernpaten zu koordinieren. Hierfür hat die FHB ein Online-Vermittlungsportal initiiert, das tatsächlichen Bedarf und Angebote zusammenbringt und über das man auch verabreden kann, wie der Transport von Sachspenden geregelt werden kann.

Doris Weirich, Flüchtlingshilfe Bremen (FHB)

Doris Weirich, Flüchtlingshilfe Bremen (FHB)

Der Beauftragte für Integration und Migration des Senats von Berlin, Andreas Germershausen, beklagte, dass negative Inhalte und Probleme allgemein stärkere Aufmerksamkeit fänden, als Beispiele gelungener Integration und forderte, Flüchtlingspolitik konsequent als Teil der Integrations- und Kulturpolitik zu verstehen. So versuche das Land Berlin, digitale Medienangebote immer mit ‚realen‘ Beratungsangeboten zu verbinden. Sprachlernapps beispielsweise seien toll, setzten aber ein diszipliniertes Sprachlernen voraus und „können stationäre Angebote nicht ersetzen“, so Germershausen. Digitale Medien hätten aber auch unbestreitbare Vorteile, da sie die Kommunikation in Richtung Geflüchteter und der Stadtgesellschaft gleichermaßen ermöglichen. Dabei werde es laut Germershausen aber zukünftig wichtiger, auch die Nutzung der Angebote zu erfassen: „Die tatsächliche Inanspruchnahme wird noch nicht hinreichend erfasst und analysiert.“

Andreas Germershausen, Der Beauftragte für Integration und Migration des Senats von Berlin

Andreas Germershausen, Der Beauftragte für Integration und Migration des Senats von Berlin

Matthias Kammer vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) präsentierte eine aktuelle Studie zu digitalen Milieus und zeichnete die Lebenswirklichkeit der Deutschen Bevölkerung in der digitalisierten Zeit nach. Waren 2012 noch 39% der Deutschen so genannte „Offliner“, also keine Internetnutzer, ist diese Zahl 2016 auf nur noch 19% gesunken. Dies sei umso bedeutsamer, da die Kohorte der unter 25-jährigen quasi zu 100% online sind – aber eben auch immer mehr Ältere. Dabei sei das Digitale immer der Schritt in die „analoge Welt“. Die Flüchtlingsbewegung sei ebenfalls nur wegen der Digitalisierung möglich gewesen. Nun müsse es laut Kammer darum gehen, für die Integration auch einen angemessenen digitalen Rahmen zu schaffen, um Souveränität, Bildung und förderliche Angebote näher an die Nutzer zu bringen. Die Top 10 der wichtigsten Lebenslagen seien dabei fast ausschließlich im kommunalen Umfeld verortet oder hätten dort ihre zentralen Ankerpunkte: Kinderbetreuung, Berufsausbildung, Studium, Zuwanderung, Geburt, Schuleintritt und Primarbildung, Arbeitsverlust und Arbeitsplatzsuche, Weiterbildung, Umzug, Eheschließung und Lebenspartnerschaft.

Matthias Kammer, Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)

Matthias Kammer, Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)

Die digitale Teilhabe bilde dabei eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche soziale Teilhabe. Hier müsse auch der Staat mehr tun: „70% der Deutschen erwarten vom Staat mehr Sicherheit im Internet“, zitierte Kammer aus der Studie seines Instituts.

Daniel Kehne und Fritjof Knier von der Tür an Tür Digital Factory gGmbH, der Entwicklungsfirma hinter der erfolgreichen Flüchtlings-App InteGreat, sehen ihre Applikation als Beitrag des „digitalen Serviceökosystems“, das Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration der Geflüchteten sei. Dass 70-80% der Geflüchteten ein Smartphone besäßen, erhöhe die Zugangsmöglichkeiten zu dieser Zielgruppe. Mit der InteGreat App erreiche man daher zum Beispiel in Augsburg, München oder Bad Tölz ca. 25 % der Geflüchteten. Über digitale Kommunikationsplattformen könne man gezielter die Verbreitung von Einzelinformationen aber letztlich auch die Integration in den Arbeitsmarkt umsetzen. Ein großes Problem sei dabei die nötige Schnittstellenentwicklung: Die Kommunen hätten zu viele verschiedene heterogene Lösungen aufgebaut. Diese müssten nun besser vernetzt werden, es gebe allerdings niemanden, der eine Vereinheitlichung vorantreibe, noch jemand, der bereit wäre, dafür zu bezahlen, so Kehne. Hier könnten auch die Universitäten für die benötigten technischen Weiterentwicklungen enger mit eingebunden werden.

Rainer Appelt vom Informationsamt der Landeshauptstadt Hannover und Henning Sklorz vom Stadtportal bremen.de dankten den Referenten und Teilnehmern für die hervorragenden Beiträge, mit denen der Bundesverband deutscher Internetportale wieder einmal gezeigt habe, wie breit das Aufgabenspektrum kommunaler Informationsportale ausfällt. Im November wird der BDIP in seiner Veranstaltungsreihe „Kaminabend“ beleuchten, wie die Informationsangebote der Kommunen, gerade auch vor dem Hintergrund des vieldiskutierten demographischen Wandels, den ländlichen Raum stärken können.

BDIP Gruppenbild Teilnehmer Expertenforum 2016

BDIP Gruppenbild Teilnehmer Expertenforum 2016 (Foto: Ralf Kamowski)

Erfolgreicher BDIP-Kaminabend 2015 zum Thema: „Quo Vadis Kommunalportale“

Foto der Gäste des BDIP-Kaminabend 2015

Rainer Appelt eröffnet den Kaminabend in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft

Kommunale Informationsportale von Städten, Landkreisen und Gemeinden sind ein zentraler Faktor in der Informationsversorgung von Bürgerinnen und Bürger. Welche Trends im Bereich eGovernment, Social Media und Mobile dabei aktuell besonders relevant sind, thematisierte der Kaminabend des Bundesverbands Deutscher Internet-Portale e.V. (BDIP) in der zurückliegenden Woche in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin.

 

Stadtportale müssen praktische Bürgeransprüche reflektieren und ihr Profil schärfen
Gegenüber dem Berliner Reichstag diskutierte der BDIP bei dem hochkarätig besetzten Kaminabend in der Parlamentarischen Gesellschaft dann mit

  • Thomas Jarzombek (MdB, Mitglied des Bundestagsausschusses ‚Digitale Agenda‘ und IT-Unternehmer aus Düsseldorf),
  • Franz-Reinhard Habbel (Pressesprecher Deutscher Städte- und Gemeindebund, DStGB und Mitglied des IT-Planungsrates),
  • Dr. Kay Ruge (Deutscher Landkreistag, Beigeordneter für neue Medien, Mitglied des IT-Planungsrates) sowie
  • André Bajorat (FinTec Experte und Geschäftsführer des Start-Ups Figo)

Handlungsstrategien für zukünftige Entwicklungen im Bereich der Kommunalportale.

 

Foto vom Referenten Thomas Jarzombek

Referent Thomas Jarzombek (MdB, Mitglied des Bundestagsausschusses ‚Digitale Agenda‘ und IT-Unternehmer aus Düsseldorf)

Dabei zeigte sich deutlich, dass seitens der Kommunalportale eine stärkere Fokussierung auf die Portalbesucher und ihren Nutzen erfolgen muss, um die Attraktivität kommunaler Portale zu sichern. Insbesondere, da sich der Informations-Wettbewerb verschärft: Denn zunehmend werden private Anbieter auch in den Bereichen tätig, die bislang den öffentlichen Betreibern vorbehalten waren. Eine Kernforderung des BDIP lautet denn auch: die kommunalen Portale müssen sich wieder auf ihre ureigenen Kompetenzen konzentrieren und verstärkt an der medienbruchfreien und nutzergerechten Abwicklung von Verwaltungsdienstleistungen, also einer stärkeren Profilierung kommunaler Angebote arbeiten. Rein technische Anpassungen, wie etwa ein responsives Layout der Portale, reichen dagegen aufgrund der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte längst nicht mehr aus.

Foto vom Referenten Franz-Reinhard Habbel

Referent Franz-Reinhard Habbel (Pressesprecher Deutscher Städte- und Gemeindebund, DStGB und Mitglied des IT-Planungsrates)

Damit die Behörden ihre Monopolstellung bei den Bürgerdiensten werthaltig bewahren können, müssen elektronischen Angebote so einfach und attraktiv gestaltet sein, dass sie den Nutzerinteressen entsprechen. Hier können Kommunalportale noch konsequenter „vom Bürger her denken“ und die Digitalisierung aller Angebote konsequent vorantreiben, so das Fazit der Veranstaltung. Studien zeigen, dass dies in der jüngeren Vergangenheit bislang nur eingeschränkt gelungen ist. Der Bundesverband Deutscher Internetportale sieht sich deshalb in seiner Rolle gestärkt, die Kommunen in diesem Prozess mit Vernetzung und Branchenwissen zu begleiten.

 

Portalangebote für Flüchtlinge als Motor der Digitalisierung 

Foto vom Referenten Dr. Kay Ruge

Referent Dr. Kay Ruge (Deutscher Landkreistag, Beigeordneter für neue Medien, Mitglied des IT-Planungsrates)

Bei der Informationsversorgung und Koordination von Unterstützungs- und Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge und Asylbewerber können kommunale Portalen ebenfalls helfen, regionale Anliegen zu bündeln und Bürgen, wie Flüchtlingen, als zentrale Informationsplattform dienen. Derzeit stehen die kommunalen Portale noch hauptsächlich im Zeichen der Hilfe für Bürgerinnen und Bürger. Der nächste Schritt hin zum Angebot für Flüchtlinge bedeutet eine enorme Chance und Verpflichtung für die Kommunen, Prozesse und Dienstleitungen zu digitalisieren und somit Bürger und Flüchtlinge als Bezugspunkte zusammenzubringen.
Der BDIP mahnt daher dringend auch eine weitere Digitalisierung der Prozesse rund um das Management der Flüchtlingsaufnahme an.

 

Foto vom Referenten André Bajorat

Referent André Bajorat (FinTec Experte und Geschäftsführer des Start-Ups Figo)

Am Ende des Abends zieht der BDIP ein positives Fazit zu dem gelungen Kaminabend. Die vielfältigen Vorträge haben den aktuellen Stand der Überlegungen zu diversen politischen Themen von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet und damit angeregte Diskussionen gefördert. Für den BDIP steht fest, dass sich der Kaminabend als Format etabliert hat und es auch im Jahr 2016 wieder eine solche Veranstaltung geben wird.
Der BDIP bedankt sich bei allen Referenten und Gästen des Abends.

BDIP-Kaminabend 2015 zum Thema: „Quo Vadis Kommunalportale“ im Hause der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft

Impressionen vom Kaminabend des BDIP in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin

Kaminabend des BDIP Parlamentarischen Gesellschaft Berlin

Die gesamte Onlinewelt ist mit großer Geschwindigkeit im Umbruch. Die Gewohnheiten und Erwartungen der Nutzer verändern sich und zwingen die Kommunen dazu ihre Rollen und Handlungsfelder zu überdenken.
Eine besondere Bedeutung kommen den Schnittstellen zwischen Bürger und Kommune zu: den Kommunalportalen. Welche Rolle und Bedeutung können Kommunalportale zukünftig noch haben? Wo decken sich Erwartungen der Bürger und Angebot der Kommunen nicht mehr?

In der gediegenen Atmosphäre der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft diskutieren wir im Rahmen eines Abendessens gemeinsam mit den Impulsreferenten

André Bajorat   (Experte für Trends und Veränderungen durch neue Medien im Bereich Finanzwesen, Geschäftsführer des Startups figo aus Hamburg)

Franz-Reinhard Habbel (DStGB, Pressesprecher,  Mitglied des IT-Planungsrates)

Thomas Jarzombek (MdB, Mitglied des Bundestagsausschusses ‚Digitale Agenda‘, IT-Unternehmer aus Düsseldorf)

Dr. Kay Ruge (Deutscher Landkreistag, Beigeordneter für neue Medien, Mitglied des IT-Planungsrates)

Für die Teilnehmer soll dieser Kaminabend Anregungen und Impulse für Handlungsstrategien und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Kommunalportale geben.

Zur Anmeldung (PDF-Download): BDIP Einladung + Anmeldung zum Kaminabend 2015

21. Expertenforum des BDIP 2015 liefert Antworten und Anregungen auf die Frage „Quo vadis kommunale Portale“

21. EF des BDIP Quo vadis kommunale Portale

Mit der Leitfrage „Quo vadis kommunale Portale?“ begrüßte der Vorsitzende des BDIP, Herr Rainer Appelt gemeinsam mit den Vertretern des Deutschen Städte und Gemeindebundes und des Deutschen Landkreistag die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebietes zum 21. Expertenforum im Roten Rathaus in Berlin. Auftakt der Veranstaltung bildeten die sehr interessanten Vorträge der Gastgeber bzw. Veranstalter, wie dem Vorsitzende des IT-Planungsrates und Staatssekretär des Landes Berlin, Herr Andreas Statzkowski, dem Vertreter des Deutschen Landkreistages, Herr Dr. Torsten Mertins und dem Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Herr Franz-Reinhard Habbel. Im Laufe der Veranstaltung wurden neueste Lösungsansätze und Überlegungen zur Fortentwicklung von Portalen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von großen Kommunen und Portalen über verschiedene Verbände, die Wissenschaft bis hin zur kleineren Kommune präsentiert. Neben vielen Anregungen und Ideen können zusammenfassend folgende wichtige Leitlinien für die Planung bzw. Ausrichtungen von Portalen festgehalten werden:

  • Portale bzw. Webangebote sollten unbedingt aus der Sicht der mobilen Endanwender entwickelt werden, d. h.,  responsive Webdesign ist Pflicht
  • Starten oder Ausbau der Kommunikation mit den NutzerInnen z. B. via Social Media
  • Die Barrierefreiheit und Usability müssen unbedingt von Anfang an mitgedacht werden
  • Transparenzgedanke: Nutzen der Möglichkeiten auf Webportalen zur Verbesserung der Transparenz der Verwaltung (z. B. mittels Open Daten)
  • Die Zielgruppenorientierung nimmt einen sehr hohen Stellenwert ein, ggfls. müssen Webangeboten dementsprechend aufgeteilt bzw. neu strukturiert werden
  • Emotionalität des Gesamtauftritts gewinnt zunehmend an Bedeutung
  • Informationen werden immer mehr über aussagefähige Bilder sowie Videos anstellen von umfangreichen texten transportiert, Social Media Angebote ohne ansprechende Bilder ist zwecklos
  • Servicegedanken stärken, Angebote dahingehend überprüfen und ggfls. neu ausrichten
  • Verbesserung/Vereinfachung der Erschließung der Inhalte (Bündelung von Dienstleistungen, Optimierung der Suchergebnisse)

BDIP plant bundesweite Befragung auf Portalen/Kooperation mit TU Berlin

Die Beiträge und Diskussion des 21. Expertenforums bestätigen den Bedarf für eine bundesweite, aktuelle und fundierte Erhebung hinsichtlich der Bedürfnisse sowohl der unterschiedlichen Nutzergruppen wie auch der Anbietern kommunaler Portale. Der BDIP kooperiert in diesem Zusammenhang mit der TU Berlin und beteiligt sich an einer aktuellen Ausschreibung des Bundesforschungsmisteriums. Wichtiger Bestanteil des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes ist die Verknüpfung von Onlineportalen und online-Partizipation. Weitere wichtige Kooperationspartner neben den wissenschaftlichen Einrichtungen sind u. a. die Städte Berlin und Hannover sowie der DStGB.

Prof. Dienel von der TU Berlin stellte in diesem Zusammenhang in seinem Vortrag das Forschungsprojekt vor und zeigte auf, welche Möglichkeiten der Beteiligung bestehen. Gleichzeitig bot Prof. Dienel an, sich direkt an dem Vorhaben zu beteiligen. Interessenten können sich gern unter info@BDIP.de melden.

Die Vorträge des 21. Expertenforums stehen für die TeilnehmerInnen des Expertenforums sowie Mitgliedern des BDIP auf Nachfrage via Mail an info@BDIP.de zur Verfügung.

Impressionen vom 21. Expertenforum in Berlin 2015

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Der BDIP
lädt Sie gemeinsam mit dem
Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem
Deutsche Landkreistag
ganz herzlich ein zum

21. Expertenforum
Montag, den 15. Juni 2015, ab 09:30 Uhr
im Roten Rathaus in Berlin

 

Download: A N M E L D U N G (mit Tagesordnung + Einladung) zum 21. BDIP Exptertenforum.

Wohin führt der Weg der kommunalen Portale von morgen? Reicht es aus, die Seiten auf responsives Design umzustellen oder haben die Bürgerinnen und Bürger eine völlig andere Erwartung an ihre Kommunen? Was sind die Trends und in welche Richtung muss ich die Entwicklung meiner kommunalen Seiten steuern?  Die Entwicklung und Ausrichtung der Stadtportale von morgen wird noch wesentlich stärker unter dem Einfluss von Faktoren wie Social Media, Partizipation, Mobile, Dienstleistungen online, Ressourcen- und Finanzknappheit etc. stehen.

Sind da die opulenten Stadtportale mit ihren vielen tausend mehr oder weniger liebevoll gepflegten Seiten nicht obsolet? Reicht es nicht, in Zukunft eine aktuelle Infodatenbank einer Stadt mit einem Suchschlitz  ins Netz zu stellen, um sich gleichzeitig Dienstleistungen, Bezahldienste, Terminvergabe per mobile App herunterzuladen und sich auf die Social-Media Kanäle zu konzentrieren? Was will eigentlich der Bürger?IMG_1634

Wir freuen uns, mit Ihnen zusammen dieses wichtige Thema in 2015 mit hochkarätigen Referenten nicht nur zu diskutieren, sondern auch Strategien und Maßnahmen für die weitere Entwicklung aufzuzeigen.

Download: A N M E L D U N G (mit Tagesordnung + Einladung) zum 21. BDIP Exptertenforum.

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4. Kaminabend am Montag, den 2. November 2015

zu diesem Thema vor.

Kaminabend in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin

Deutsche_Parlamentarische_Gesellschaft.bssFür den Kaminabend stehen dem BDIP zwei exclusive Locations zur Verfügung: Die Parlamentarischen Gesellschaft (Berliner Regierungsviertel unweit des Deutschen Bundestages im Reichstag) und die Dachrestaurant Käfer im Hause des Deutschen Bundestages, direkt an der Glaskuppel des Reichstages

Das Format „Kaminabend“ des BDIP zeichnet sich dadurch aus, dass fachlich wichtige Metathemen der kommunalen Portale in einem kleinen Kreis mit hochkarätigen Referenten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie den Teilnehmern aus diesem Umfeld in einem exklusiven Ambiente kompetent diskutiert und analysiert werden. Der Kaminabend findet jährlich statt und ergänzt die Reihe „Expertenforen“ des BDIP.

Impressionen vom Kaminabend in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin

01.12.2014
Exklusives Ambiente, Top-Impulsvorträge & Onlinebefragung via Smartphone:
Ein gelungener BDIP-Kaminabend 2014 zum Thema „Mobile“ erreicht die Verwaltung

In der besonderen Atmosphäre gleich neben dem Plenarsaal des Deutschen Bundestages initiierten die geladen Gäste wie Saskia Esken (Stellv. Sprecherin des Bundestagsausschusses Digitale Agenda)  F.-H. Habbel (Sprecher des DStGB)  und Isa Sonnenfeld (Twitter Inc.),  mit ihren polarisierenden Impulsbeiträgen eine fachliche Diskussion unter den Vertretern von Städten und Dienstleistern.

Der BDIP führte zum ersten Mal begleitend zur Diskussion und den Impulsvorträgen eine Onlinebefragung via Handy zum Thema „Mobile erreicht die Verwaltung“ durch. Die Befragung erfolgte in mehreren Blöcken. In der Galerie finden sie die wichtigsten Ergebnisfolien.

Ergebnisse der Onlinebefragung beim Kaminabend des BDIP 2014

Während des Kaminabends wurde eine Onlinebefragung via Handy zum Thema Mobile erreicht die Verwaltung durchgeführt. Die Befragung erfolgte in mehreren Blöcken. In der Galerie finden sie die wichtigsten Ergebnisfolien.

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Impressionen
vom 3. Kaminabend des BDIP im Reichstag 

 

Einladung zum Kaminabend des BDIP im Reichstag

Reichstag

Reichstag

Smartphones sind inzwischen aus dem Alltag der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr weg zu denken. Mit steigender Tendenz heißt das Zauberwort „mobile“.  Die Meinungen, was und wie der richtige Weg für die Städte und Gemeinden in Bezug auf das Thema „mobile“ ist, gehen weit auseinander. Genau an diesem Punkt setzt der BDIP mit seinem Kaminabend an:

Blick vom Dachrestaurant Käfer auf die Glaskuppel des Reichstages

Blick vom Dachrestaurant Käfer auf die Glaskuppel des Reichstages

In einmaliger Atmosphäre im Dachrestaurant Käfer im Hause des Deutschen Bundestages, direkt an der Glaskuppel des Reichstages gelegen, werden wir mit Isa Sonnenfeld (Head of Broadcast & Government, Twitter Inc.), Saskia Esken (Stellv. Sprecherin des Bundestagsausschusses‚ „Digitale Agenda“), Franz-Reinhard Habbel (Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes) und Frau Cornelia Rogall-Grothe (Staatssekretärin im BMI, Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik – angefragt) kontroverse Thesen kompetent aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Für die Teilnehmer soll dieser Kaminabend exklusive Anregungen für Handlungsstrategien und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen geben.

Wir möchten u. a. mit Ihnen über diese Thesen diskutieren:

  • „Mobile“ macht klassische Stadtportale (auch responsive) überflüssig
  • „Mobile“ wird Dreh- und Angelpunkt der Bürgerkommunikation
  • Ohne berührungsloses Identifizieren & Bezahlen ist „Mobile“ völlig überbewertet

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die besondere Gelegenheit zu einer geführten Begehung der Reichstags-Kuppel und einem Eindruck vom Parlamentsbetrieb.

Wichtiger Sicherheitshinweis für den Besuch des Kaminabends
Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen des Deutschen Bundestages von allen Gästen Name, Vorname und Geburtsdatum benötigen. Diese werden wir dann an den Polizei- und Sicherheitsdienst weiterleiten. Für den Einlass ist ein gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild notwendig.

Downloads:

 

 

20. Expertenforum am 19. Mai 2014 im Roten Rathaus in Berlin: Mobile erreicht die Verwaltungen

Der Trend ist klar: wir befinden uns auf dem Weg in die Post-PC-Ära. „Das Zeitalter der Konnektivität, des „Internets der Dinge“ hat begonnen“ so Eröffnungsredner Franz-Reinhard Habbel, Sprecher DStGB. „Dies mache eine IT-Infrastrukturoffensive 2.0 bei den Kommunen dringend erforderlich“, so Habbel weiter.  Der Bogen der Veranstaltung reichte von einer sehr plakativen und zugleich deutlich machenden Analogie der Entwicklungsgeschwindigkeit des Strassenverkehrs im Vergleich zur Entwicklungsgeschwindigkeit der IT, speziell des Internets,  über die ausführliche Darlegung von Vor- und Nachteilen sowie Einsatzmöglichkeiten von „Web-Apps“ sowie „native-Apps“, bis zu den Möglichkeiten der professionellen Einbindung von  elektronischen Zahlungsmöglichkeiten wie Paypal und den Eckpunkten des Datenschutzes und der Sicherheit bei mobilen Geräten und Anwendungen. Praxisbeispiele u. a. aus Wien, Bremen und Stolberg rundeten das Forum mit der Erkenntnis ab, dass es wichtig ist, unbedingt den mobilen Mehrwert für den User zu erfassen sowie  -wenn möglich- eher Daten Firmen bereitzustellen, anstatt selbst Apps zu entwickeln oder zu beauftragen.

Gruppenfoto Expertenforum des BDIP 2014 - "Mobil erreicht die Verwaltungen"

Gruppenfoto Expertenforum des BDIP 2014 – „Mobil erreicht die Verwaltungen“

Der Vorsitzende des BDIP, Herr Rainer Appelt, fasste in seinem Schlusswort zusammen: Auch die Informationsangebote  der Kommunen werden immer stärker über mobile Endgeräte abgerufen, was wegen der geringen Auflösung bei den Geräten zwangsläufig ein responsive Layout erfordert. Hier besteht großer Handlungsbedarf, da derzeit bei der Mehrzahl der Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland ein „responsive Auftritt“ nur geplant ist. Geht es um die Frage „Webapp“/“native App“, so gilt: zunächst sollte versucht werden, die Informationsangebote „responsive“ bereitzustellen. Eine WebApp wird in den meisten Fällen ausreichen, sofern es sich um eine einfache Formularanwendung handelt. Im Einzelfall sollte dann entschieden werden, ob eine native App sinnvoll ist. Wichtigste Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der vergleichsweise hohen Erstellungs- und Folgekosten sind: eine ganzheitliche eGovernment-Planung sowie eine genaue Analyse der Bedarfe bei den Kunden. Und nicht zuletzt ist genau zu prüfen, ob Inhalte, Services und Funktionen Kerngeschäft der Verwaltung oder nicht viel besser durch andere Anbieter bereitgestellt werden sollte.

Mit Hilfe der auf im Folgenden herunterladbaren Vorträge der Referenten des 20. Expertenforums des BDIP können alle angesprochenen Themen nachgelesen werden.

AGENDA und DOWNLOADS
20. Expertenforum des BDIP in Berlin „Mobile erreicht die Verwaltungen“

 

Alles wird mobil – Städte als Raum der Kommunikation/ 5 Grundsätze zu mobileGov
Franz-Reinhard Habbel, Sprecher DStGB, Leiter InnovatorsClub/ Dirk Arendt, Good Technology – Vortrags-Download: Good_DAR_Berlin_Mai2014.pptx

Entwicklungen und Notwendigkeiten der Mobildarstellung für Städte
Jens Fromm, Fraunhofer FOKUS, Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT), Berlin Vortrags-Download:BDIP_Fromm.pptx

Ergänzung von Stadtportalen durch City-Apps als PPP-Modell
Matthias Kant, CITYGUIDE AG, Zürich

Mobile Zahlung von Verwaltungsleistungen
Boris Wolter, PayPal SE, Potsdam – Vortrags-Download: 20140519_BDIP.pptx

Praxisberichte aus zwei kommunalen Mobile-Projekten
Zwei Mobile-Umsetzungen, einmal als Responsive Design und einmal als App mit Schnittstellen zum Internet-Portal, werden beispielshaft vorgestellt. Die Referenten stehen anschließend für Fragen zur Verfügung.
Vortrags-Download „Projekt Stolberg“: Vorstellung des Stolberg-Projektes – BDIP-Expertenforum.pptx
Vortrags-Download „Responsive“ SIX_Mobile-Trend_BDIP

Datenschutz und Sicherheit bei Mobile Devices
Herr Matthias Hirsch Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – angefragt – Vortrags-Download: Mobile IT-Sicherheit

Praxisbericht: Bremen mobil
Henning Sklorz, Bremen.Online GmbH – Vortrags-Download: Bremen-OnlineBDIP

Außerdem möchten wir Sie schon jetzt auf den nächsten BDIP Kaminabend  am 1. Dezember 2014 in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin hinweisen. Auch hier gilt: Bitte melden Sie sich rechtzeitig an. Die Anzahl der Teilnehmerplätze ist begrenzt. Gern senden wir Ihnen Informationsmaterial zu den Veranstaltungen  zu.

 

 

19. Expertenforum am 02.12.2013 in Berlin ein voller Erfolg!

Gruppenfoto BDIP Expertenforum 2013 in BerlinDas Feedback der TeilnehmerInnen und ReferentInnen war einstimmig: diese Veranstaltungsreihe verdient das Prädikat wertvoll und ist aufgrund der Kombination von aktuellen Themen mit Beiträgen und Diskussionen von und mit ausgewiesenen Experten auf dem jeweiligen Themengebiet einmalig in Deutschland. Passend hierzu das besondere Ambiente des Roten Rathauses von Berlin.

Das 19. Expertenforum wurde  in Zusammenarbeit mit Hern Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte und Gemeindebundes, durchgeführt.  Die Beiträge beim zum Thema “Tabu Social Media und Mobile – verlieren die Verwaltungen ihre BürgerInnen von morgen?” finden Sie in der folgenden Linkliste als Download. Für Rückfragen steht Ihnen der Vorstand unter info@bdip.de gern zur Verfügung.

Die Beiträge des 19. Expertenforums
in der Vortragsreihenfolge zum Downloaden

  • Datenschutz und Vertraulichkeit ausländischer Geheimdienste in Zeiten von Social Media und möglichen Spähangriffen  Markus Böger, Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport – Vortrag nur auf Anfrage an -> info@bdip.de erhältlich.
  • Social Media bis Mobile – Verlieren Kommunen Ihre Bürger von Morgen durch immer schnellere Trends?Vortrag von Hern Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte und Gemeindebundes -> 131202 Berlin BDIP Epertenforum
  • Strategien und Erfahrungen der Stadt Berlin mit Social Media und mobilen Angeboten (Apps) Praxisbericht der Stadt Berlin durch Praxisbericht Berlin Herrn Ganser  -> 131202_Portalstrategie_Land-Berlin
  • Der Mobile-Trend erreicht die Verwaltungen Detlef Sander, -> Der Mobile-Trend erreicht die Verwaltung 
  • Potenziale und Möglichkeiten für Städte mit Social Media – Was können kommunale Portale tun, um ihre Einwohner von morgen für sich zu gewinnen? Dr. Gunnar Bender, Director Public Policy Martin Fuchs, pluragraf.de
    -> BDIP_Potenziale und Möglichkeiten für Städte mit Social Media_Martin Fuchs_02.12.2013